Die Ur-Indogermanen (Ägypten und alter Orient)

1. Die Ur-Indogermanen

Um Völker mittel- und nordeuropäischer Herkunft, welche ihre Heimat bereits vor den "klassischen Indogermanenstämmen" (z.B. den Dorern) verlassen haben, um im Zweistromland oder Nordafrika neuen Lebensraum zu suchen, von letzteren unterscheiden zu können, haben wir diese nordischen Volksstämme als "Ur-Indogermanen" oder "Proto-Indogermanen" bezeichnet.
Zu diesen Ur-Indogermanen lassen sich beispielsweise die "weissen Lybier" oder die Elamiter zählen. Beides Völker, welche schon sehr früh nach Süden auswanderten. Während die eigentliche Wanderung der Indogermanen im groben in die Zeitspanne zwischen 2000 und 1300 v. Chr. fällt, lässt sich das Auftreten von Ur-Indogermanen, etwa in Nordafrika, auf eine wesentlich frühere Zeitspanne festlegen (etwa ab 6000-5000 v. Chr.).
Auch die europäische Megalithkultur (Großsteingräber) und Band- bzw. Schnurkeramik bezeichnen wir hier der Einfachheit halber als "ur-indogermanisch". Um die Herkunft dieser ganz frühen nordischen Auswanderer genau bestimmen zu können, sind neben Untersuchungen ihrer kulturellen Eigenheiten vor allem auch die Erkenntnisse der Anthropologie aufschlussreich. Nun soll es um die alten Hochkulturen, die von Stämmen mittel- und nordeuropäischer Herkunft gegründet wurden.

1. Die alten Ägypter

Die erste Einwanderungswelle depigmentierter (hellhäutiger, blonder) Cro-Magnon Menschen lässt sich für Nordafrika zwischen 14000 und 9000 v. Chr. nachweisen. Hier lebte sie mit den Orientaliden und der negroiden Urbevölkerung (Urbuschmännern der Sahara) zusammen bzw. verdrängte letztere Gruppe nach Süden.
Später kamen die "weissen Lybier" (Abkömmlinge der nordischen Megalithkultur) um etwa 4000-3000 v. Chr. aus dem Norden und noch später die Nordmeervölker (Pelasger, Hyperboreer), die um 1300 v. Chr. gegen das bereits etablierte Ägypterreich Krieg führten als sie versuchten, in Nordafrika Fuß zu fassen. Auch das Streitwagenvolk der Hyksos, das Ägypten teilweise eroberte und ursprünglich nordischer Herkunft war, sein hier zu erwähnen (vgl. de Mahieu, "Die Flucht der Trojaner")
Zu den Nordmeervölkern, die im Übrigen nicht nur in Nordafrika, sondern vor allem in Palästina siedelten, gehörten auch die aus der Bibel bekannten Philister und der Stamm der Sakar, von dem die phönizischen-karthagischen Herrscherhäuser ihre Herkunft abgeleitet haben. Die Philister und andere Stämme des "Seevölkersturms" (z.B. die Edomiter (Rothaarige)) belebten die Kulturen Palästinas mit neuen nordischen Adelsschichten, vor allem rund um die damalige Metropole Tyros herum konzentriert.
Die gesamte Region wurde natürlich auch maßgeblich von der ägyptischen Hochkultur geprägt. Staatliche Organisation, Mathematik und Baukunst wirkte stark auf angrenzende Gebiete und Regionen ein und wirkte stark zivilisierend. Bezogen auf die bereits frühe Auswanderung nordischer Völker nach Nordafrika und ihre Rolle bei der Errichtung der altägyptischen Hochkultur schreibt der Anthropologe Prof. de Mahieu in seinem Buch "Die Flucht der Trojaner" (S. 54): "Die Neueinwanderer, die im Zuge einer viertausendjährigen Entwicklung ihrer Rasse in einem feuchten und nebligen Klima ihre Pigmentierung verloren haben, bringen die Kultur der Jungsteinzeit mit. Sie sind gute Seeleute und außergewöhnliche Architekten mit überraschenden Kenntnissen auf dem Gebiet der Astronomie. Sie sind dynamischer als ihre Vorläufer und mit politischen Fähigkeiten bedacht, die diesen offenbar fehlten. Sie machten nicht nur Lybien zu einem der im atlantischen Staatenbund zusammengeschlossenen Königreiche, dessen Hauptstadt sich von der Naturkatastrophe verschont gebliebenene Insel im Nordmeer befindet, sondern sie auferlegen Ägypten, dessen zu dichte eingeborene Bevölkerung nicht vertrieben werden konnte, ihre eigene Aristokratie, aus der die ersten Dynastien der Pharaonen hervorgehen werden."
Die moderne Vorgeschichtsforschung hat mittlerweile eindeutig bewiesen, dass die ersten Pharaonengeschlechter und damit die zivilisationstragende Schicht des alten Ägypten (nord)europäischer Herkunft gewesen ist und über die nordafrikanische Urbevölkerung, einschließlich den Orientaliden, herrschte. In den folgenden Jahrtausenden kamen weitere Einwanderungswellen aus dem Norden und "versorgten" Nordafrika und Palästina mit einer großen Anzahl Menschen nordischer Herkunft. Wir sehen es ja auch bei den Pharaonen, Ramses III. war etwa blond, was sich an seiner Mumie nachweisen lässt (vgl. De Mahieu, "Die Flucht der Trojaner", Bildanhang).
Ein anderes klassisches Beispiel, welches uns die nordische Abkunft der ägyptischen Adels- und Oberschicht deutlich vor Augen führt, ist u.a. auch die hellhäutige, doliozephale (langschädelige) und helläugige Nofretete. 


(Nofretete, ägyptische Königin nordischen Typs)


1.2. Der alte Orient (Mesopotamien)

Ein weiteres Zentrum noch heute bewunderter Hochkulturen war Mesopotamien, das Zweistormland. Die Stämme, die hier einwanderten, fanden bereits von Anfang an sehr gute agrarische Bedingungen vor und so war die Region für die Herausblindung von frühen Staaten und Reichen wei geschaffen. Alte Zivilisationen wie die der Sumerer brachten der Nachwelt eine hoch entwickelte Schrift und Baukunst. Ebenfalls gelang es ihnen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt eine differenzierte Verwaltung zu errichten.
So fallen im alten Orient in diesem Zusammenhang vor allem die Führungseliten elamitischer Herkunft auf. Die Elamiter, ein hellhäutiges Volk, welches über das iranische Hochland in die Region einwanderte, stellte von Anfang an hier die ur-indogermanischen Herrscherhäuser und Adelsgeschlechter - beispielsweise bei den Sumerern, deren großer König Hamubrabi sich in den alten Überlieferungen stolz darauf berief, dass er als hellhäutiger und hellhaariger König, die "Schwarzköpfigen" (also die Urbevölkerung Mesopotamiens) beherrsche.
Die sich von den einhemischen Völkern des Zweistromlandes deutlich abgrenzenden Elamiter können als Vorboten einer Durchdringung des alten Orients mit nordischen Stämmen verstanden werden. Blaue Augen, rote und blonde Haare waren bei den Elamitern durchaus die Regel. Auf solche Merkmale, die eine ur-indogermanische Abkunft erkennen lassen, beriefen sich die Herrschergeschlechter des Zweistromlandes nicht selten, um sich von der Urbevölkerung semitischer Sprache und orientalischer Abstammung abzuheben. Auch die sumerischen "Goldhüte", die die örtlichen Könige als Zeichen ihrer Macht trugen, symbolisieren blondes Haar als Zeichen edlen Ursprungs.
Auch die sumerischen Götter wurden im Übrigen stets mit blauen Augen dargestellt, um auf ihre "Verwandtschaft mit den amtierenden Herrschern" hinzuweisen. So gründeten die Elamiter das kuluturelle Zentrum Susa und ließen den alten Orient unter ihrer Leitung für Jahrhunderte erblühen. Ab etwa 1400 v. Chr. kamen dann die indogermanischen Perser und Meder und schoben sich als neue nordische Adels- und Führungsschicht über das Gebiet des Zweistromlandes - und weit darüber hinaus. Durch die persisch-medische Einwanderung kam es zu einer erneuten Welle von Zivilisationsgründungen.

(Sumerische Statue mit blauen Augen)

Als letztes sei noch zu bemerken, dass Teile der ur-indogermanischen Stämme über das Zweistromland hinaus bis nach Nordindien zogen und dort die Induskultur, welche später von den erneut aus Europa einwandernden "Ariern" zerstört bzw. übernommen wurde.

1.3. Eine neue Sicht des alten Europa

Das Bild eines unzivilisierten und gänzlich barbarischen Europas musste in den letzten Jahren von der Forschung aufgegeben werden. Auch im nord- und mitteleuropäischen Raum wurden mehr und mehr Zeugnisse einer ausgefeilten Zivilisation entdeckt (vgl. astronimische "Sonnenscheibe" von Nebra), die nicht nur alle andere als primitiv, sondern auch in engem Kontakt mit ihren Artverwandten, welche die nordischen Gefilde vorher verlassen hatten und nach Süden gewandert waren, in Kontakt stand. Die europäische Megalithkultur ist ein Beispiel einer hochstehenden Kultur, die u.a. über begabte Baumeister als auch talentierte Schiffskonstrukteure verfügte, und die man als Teil einer bis in den Orient und nach Nordafrika verbreiteten Hochkultur verstehen muss.
Das Märchen vom "ex oriente lux" (also der Kultur, die ursprünglich aus dem Orient kommt) ist demnach längst widerlegt. Die Zivilisationsgründer sind nämlich nicht nur aus dem Norden in die südlichen Gebiete eingewandert, sondern hatten auch, sofern sie zu Hause geblieben sind, auf unserem europäischen Grund und Boden eine beachtenswerte Hochkultur errichtet.

 
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